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Artikel » Mysteria » Serienmörder » Serienmörder Anfangsbuchstabe B

Jürgen Bartsch
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Datum 01.09.2009
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Kindheit
Jürgen Bartsch (eigentlich Karl-Heinz Sadrozinski; * 6. November 1946 in Essen; † 28. April 1976 in Lippstadt-Eickelborn) war ein pädophiler Serienmörder, der in der bei Essen gelegenen Stadt Velbert insgesamt vier Kinder ermordete.

Karl-Heinz Sadrozinski wurde 1946 als nichteheliches Kind in Essen geboren. Seine leibliche Mutter Anna Sadrozinski verstarb kurz nach seiner Geburt an Tuberkulose. Die ersten Monate seines Lebens verbrachte er in der Obhut häufig überlasteter Krankenschwestern in einer Klinik. Einige Monate nach seiner Geburt kam Gertrud Bartsch, die Frau des wohlhabenden Essener Fleischers Gerhard Bartsch, in dasselbe Krankenhaus, um sich einer Totaloperation zu unterziehen. Die kinderlosen Eheleute nahmen das Waisenkind im Alter von elf Monaten zu sich. Gegen eine Adoption hatte das Jugendamt wegen der "zweifelhaften Herkunft des Kindes" zunächst Bedenken, so dass die Adoption erst sieben Jahre später im Jahr 1954 erfolgte. Der Junge wuchs bei seinen Pflege- und Adoptiveltern in Langenberg (heute Velbert-Langenberg) unter dem Namen Jürgen Bartsch heran. Er wurde von ihnen bis zum Schulanfang im sechsten Lebensjahr völlig isoliert von anderen Kindern gehalten, eingesperrt in einem Kellerraum mit vergitterten Fenstern und bei Kunstlicht, weil die Eltern befürchteten, er erführe draußen, dass er nicht ihr leibliches Kind sei.

Bartsch thematisierte gegenüber den Gutachtern und in seinen Briefen an Paul Moor vielfach die überraschenden Gewaltattacken und den peniblen Sauberkeitswahn seiner Adoptivmutter. Sie verbot ihm, sich schmutzig zu machen oder mit anderen Kindern zu spielen. Diese Zwänge blieben bis ins Erwachsenenalter bestehen – selbst mit 19 Jahren wurde er noch von seiner Adoptivmutter in der Badewanne gewaschen. Das Kind erlebte die Familienatmosphäre als eine empathielose Double Bind-Situation; ähnlich wie der Täter Jürgen Bartsch seinen Opfern gegenüber empfand und handelte.

Im Alter von zehn Jahren kam Bartsch in ein Heim. Da es dort nach Meinung der Eltern nicht streng genug zuging, kam er am 14. Oktober 1958 stattdessen in das katholische Don-Bosco-Internat Marienhausen in Aulhausen/Rheingau, heute Stadtteil von Rüdesheim am Rhein. In dieser Zeit entdeckte er per Zufall, dass er adoptiert war. Bartsch erklärte später, dass er, als er mit Fieber das Bett hütete, von dem dortigen Erzieher Pater Pütlitz ("PaPü") sexuell missbraucht worden sei. Im Oktober 1960 floh er zweimal aus dem Heim, weil er es dort nicht mehr aushielt. Da ihn seine Eltern nach der ersten Flucht wieder zurückgebracht hatten, traute er sich nach der zweiten Flucht nicht mehr nach Hause. Er empfand seine Lage als ausweglos.

Als Kind musste er von klein auf lernen, die Absurditäten und Launen der Erzieher widerspruchslos und ohne Gefühle von Hass hinzunehmen. Mangels Kenntnis von Handlungsalternativen hielt er sich als Kind an alle auferlegten Verbote. Es gab in seinem jungen Leben niemanden, dem er sich hätte anvertrauen können, und so baute sich in seinem Unterbewusstsein ein beispielloser Aggressionsdruck auf. Er lernte nie, sich in Schwächere hineinzuversetzen, bzw. die Rücksichtnahme auf Schwächere. Als er älter und stärker wurde, verhielt er sich kleineren Jungen gegenüber ebenso dominant und gefühllos, wie er selbst von Erwachsenen behandelt worden war: Hier inszenierte er die Situation einer tiefen Demütigung, Bedrohung, Vernichtung der Würde, Entmachtung und Ängstigung eines kleinen Jungen, der er einst gewesen war. Es erregte ihn besonders, in die verängstigten, gefügigen, hilflosen Augen des Opfers zu blicken, in denen er sich selbst begegnete und mit dem er die Vernichtung seines Selbst in großer Erregung immer wieder durchspielte — diesmal nicht mehr als hilfloses Opfer, sondern als der mächtige Verfolger. (Am Anfang war Erziehung, Seite 259)


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